Bericht zur VDH DM IPO-FH vom 22.02. – 24.02.2013 in Unna-Königsborn
von Thomas Wenig

 

Am 22.02.2013 trafen sich 28 Hundeführer aus dem VDH-Bereich mit ihren Fährtenhunden aus vielen Teilen Deutschlands in Unna-Königsborn zur VDH-Meisterschaft  IPO-FH 2013.

 

Freitagfrüh ging es pünktlich mit der Auslosung los. Zunächst wurde die Teamchefs des jeweiligen Verbandes/Vereines aufgerufen, um die die Reihenfolge der Starter-Teams auszulosen.

Ich zog für den PSK die Losnummer 13 und somit durften unsere beiden Starter als letzte zum Auslosen der Startplätze.

 

Zwei Teams des PSK hatten sich mit ihren Riesenschnauzern qualifiziert.

Die Sportfreundin Margrit Lang mit Eyca vom Hatzbachtal zog die Losnummer 12 und war somit am Freitag 13:45 Uhr und am Samstag 13:30 Uhr dran.

Der Sportfreund Ottomar Kreye mit Harkon von der Schönburg zog die Losnummer 21 mit der Startzeit am Freitag, 16:00 Uhr für den ersten Fährtendurchlauf, der später auf Samstag, 12:30 Uhr verlegt wurde. Sonntag um 12:15 Uhr war die Startzeit zum zweiten Prüfungsteil.

 

Pünktlich um 10:00 ging es raus in das ca. 13 km entfernte Fährtengelände. Im Gelände war es sehr stürmisch und kalt, was die Bedingungen für die Teilnehmer nicht leichter machten.

Am ersten Tag mussten 22 Teilnehmer ihre erste Fährte absuchen. Es war äußerst schwieriges Gelände, was sich auch in den Punkten widerspiegelte.

Um 12:15 Uhr setzte Margrit ihre Eyca an. Bis dahin waren schon 10 Hundeführer nicht ans Ziel gekommen und die Nervosität war entsprechen greifbar.

Die Hündin musste auf einem blanken hartgefrorenen Acker arbeiten. Sie suchte konzentriert und ruhig. Allerdings gab es das ein oder andere was LR Frauke Ortmann (RZVH) zu bemängeln hatte. Im Einzelnen: „Leine beim Abgang auslaufen lassen bevor sie nachgeht, am 1. Gegenstand besser durchliegen, Bogen etwas sicherer ausarbeiten, 1. spitzer Winkel i. O., den Schenkel etwas sicherer ausarbeiten, 2. Spitzer Winkel o. B., 2. und 6. Gegenstand werden überlaufen, 4. Gegenstand besser durchliegen, vorletzter Schenkel besser ausarbeiten. Insgesamt ein Gut mit 88 Punkten. Die Erleichterung stand ihr ins Gesicht geschrieben.

 

Als Ottomar mit seinem Harkon am Freitag,16:00 Uhr, gestartet war, gab es ein Problem. Der Verleitungsfährtenleger hatte sich verlaufen und war auf der eigentlichen Fährte zurückgekommen. So kam es, dass der Hund in die Verleitung anzeigte und der LR Martin Gugler (DVG) abbrechen wollte. Ottomar hatte mir im Vorfeld schon mitgeteilt, dass bei der Verleitungsfährte ein Missgeschick passiert war. Wir legten Einspruch ein und nach kurzer Diskussion mit dem Fährtenleger wurde unserem Ottomar eine Ersatzfährte zugesprochen. Die wurde aber hinten angestellt, so dass er am Samstag als letzter Starter den ersten Fährtendurchgang suchen musste. Am Samstag, 12:30 Uhr, startete dann Ottomar auf der Ersatzfährte.

Die Nervosität war bei unserem sonst so routinierten Sportler deutlich erkennbar. Der Rüde wurde auf einem mit leichtem Bewuchs gefrorenen Acker angesetzt. Das Wetter was im Vergleich zu Freitag noch ein bisschen schlechter und der Wind war noch etwas kräftiger.

Die Ausarbeitung der Fährte war bis auf einen spitzen Winkel und den Bogeneingang und -ausgang, wo der Rüde ganz leicht überzog, Weltklasse!, an der Fährtenarbeit war kaum etwas auszusetzen. An den Gegenständen hätte er sich eine Idee schneller legen können und etwas sicherer durchliegen, ansonsten war das eine vorzügliche Arbeit.

Und so sah es LR Martin Gugler (DVG) auch, - ein Vorzüglich mit 97 Punkten. Ottomar ist ein Sportler der seine Freude eher innerlich zum Ausdruck bringt aber hier ist er mal über seinen Schatten gesprungen und man hat gesehen das er auch Emotion zeigen kann, man sah im an, dass er sich sehr über das Ergebnis freute.

Nach der ersten Runde stand fest das, nur 10 Hunde überhaupt noch eine Chance hatten in die Wertung zu kommen. 18 Teams konnten bereits bis dahin das Ziel nicht erreichen.

 

Um 13: 30 Uhr ging Margrit mit Eyca zu zweiten Teil der IPO-FH an den Start.

An diesem Tag war die Hündin deutlich ausgeglichener und noch etwas konzentrierter was sich auch am Endergebnis zeigte.

Hierzu der LR im Einzelnen: „Abgang und 1.Schenkel etwas besser ausarbeiten, 2. Gegenstand überlaufen, Bogeneingang etwas überzogen, 1. spitzer Winkel etwas sicherer , am 6. Gegenstand besser durchliegen. Insgesamt eine Sehr gute Leistung mit 95 Punkten.

Somit stand fest dass Margrit mit Eyca mindestens neunte war.

 

Gegen Abend fing es dann an zu schneien, was die ganze Nacht anhielt. Entsprechend war das Gelände am Sonntagmorgen - geschlossene Schneedecke.

Da die Hunde bei dieser Witterung zumeist auch mit dem Auge arbeiten konnten haben die beiden Leistungsrichter ihre Bewertungskriterien deutlich angehoben.

Ein großes Problem für die Hunde am Sonntag war das, die Verleitung ein sehr frisches Geruchsbild hatte und somit von ganz vielen Hunden angenommen wurde.

 

Ottomar war mit der zweiten Sucharbeit seines Harkon um 12:15 Uhr am Start. Aufgrund der hohen Durchfallquote war auch am Sonntag bei unserem Sportfreund eine leichte Nervosität erkennbar. Harkon zeigte aber, dass er sehr gut von Ottomar ausgebildet wurde und gab eine hervorragende Vorstellung ab. Der Rüde suchte mit tiefer Nase und absolut ruhig vom Ansatz bis zum letzten Gegenstand in einem gleichmäßigen Tempo.

Allerdings, wie bereits erwähnt, hatten die Richter inzwischen die Bewertungskriterien etwas angehoben. So wurde dem Hund bei jedem Gegenstand das zögerliche Hinlegen und das etwas vorzeitige Losgehen bemängelt. Auch am Anastz soll er den Rüden kurz gehalten haben. Der LR weiter: „An den Gegenständen 1 - 6 schneller in die Verweisposition gehen, an den Gegenständen 4 und 6 die Position verändert, an den Gegenständen 2, 3 und 6 etwas zu zeitig losgegangen, auf dem 4 und 6 Schenkel etwas konzentrierter nach dem Wiederansatz auch nach dem 2. spitzen Winkel. Insgesamt eine sehr gute Leistung mit 94 Punkten; insgesamt 191 Punkten!

Zu diesem Zeitpunkt war es das beste Ergebnis. Später wurden Ottomar noch von der Sportfreundin Dorita Rohde vom DMC (94/99 = 193 Punkte) und von Sportfreund Michael Tomczak vom Team VDH (95/99 = 194 Punkte) überholt.

Schließlich platzierten sich Ottomar Kreye und Harkon von der Schönburg am Ende des Wettkampfes auf dem hervorragenden 3. Platz und sind somit Teilnehmer des Teams VDH auf der Weltmeisterschaft vom 10.-14.04 2013 in Dänemark. Herzlichen Glückwunsch zu diesem Riesenerfolg!

 

Einige wenige PSKler hatten es sich nicht nehmen lassen, drei Tage mit mir im Gelände zu stehen, zu frieren und unseren beiden Startern die Daumen zu drücken.

Am Sonntag konnte ich auch unseren 1.Vorsitzenden Matthias Hallermann mit seiner Frau Jenny im Fährtengelände begrüßen.

Die Siegerehrung wurde von Frau Christa Bremer im Vereinsheim des MV Unna-Königsborn durchgeführt.

Zum guten Schluss möchte ich mich noch bei Sportsfreund Kreye bedanken, der auch dieses Mal wieder das Team PSK mit Jacken und Sweatshirts ausgestattet hat.

 

Thomas Wenig (Teamchef IPO FH)