Bericht über die VDH DM FH vom 26.02.2016 bis 28.02.2016

in Zülpich, NRW, in der Nähe von Köln
von Monika Heidrich

Ausrichter dieser VDH - Meisterschaft war der DVG MV HSV Zülpich e.V., vor Ort unter der Leitung von Mario Bobrowski, dem 1. Vorsitzenden des HSV Zülpich. Am Freitag, 27.02.2016 traf man sich im Jugendheim von Heimbach / Vlatten. Die Gesamtleitung dieser Veranstaltung hatte die VDH-Vizepräsidentin Christa Bremer. Als Leistungsrichter waren Egon Üffing (dhv), Gruppe A und Hubert Olbing (KfT), Gruppe B, berufen worden. Bis auf den IBC waren alle Rassehundezucht- und Gebrauchshundesportverbände auf der VDH DM FH vertreten.

 

Über die Homepage des HSV Zülpich waren im Vorfeld bereits regelmäßig Informationen über diese Veranstaltung zu lesen. Starterlisten und zeitliche Ablaufpläne wurden bis zuletzt aktuell veröffentlicht. Selbst einen Tag vor der Veranstaltung, als noch eine Teilnahme abgesagt wurde, wurde der Fährtenzeitplan neu errechnet und ins Netz gestellt.

Leider kam die Absage von einem unserer Starter: Michaela Bayer musste wegen einer Erkrankung die Teilnahme absagen. Von hier aus nochmals die besten Genesungswünsche. So wurde der PSK allein von Denise Keßler mit ihrem Deutschen Pinscher Eragon Artur vom Lüdertal (genannt Collin) vertreten.

 

Am Freitagmorgen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt legten die Fährtenleger nach Zeitplan die Fährten. Um 8.15 Uhr trafen sich die Hundeführer, Besucher, Fanclubs und die Offiziellen im Jugendheim in HeimbachVlatten.

Frau Bremer begrüßte die Anwesenden. Bevor sie jedoch zum offiziellen Teil kam, bat sie um eine Gedenkminute für Wilfried Schäpermeier, der im Oktober letzten Jahres plötzlich und unerwartet verstarb.

Anschließend folgten Informationen rund um die Veranstaltung. So wurden die Mannschaftsführer aufgerufen und zogen eine Nummer, nach deren Reihenfolge dann die Auslosung stattfinden sollte.

Nach der Auslosung begrüßte der 1. Vorsitzende Mario Bobrowski alle Anwesenden, danach erfolgte die Unbefangenheitsüberprüfung vor dem Jugendheim.

Um 10.00 Uhr bestiegen alle ihre Fahrzeuge und man fuhr in Kolonne in die Fährte.

Unsere Denise Kessler hatte sich nicht nur mit ihrem Dt. Pinscher für diese Veranstaltung qualifiziert, nein, sie nahm auch noch mit einer Dobermann-Hündin für den Dobermann Verein teil. Dies war natürlich Adrenalin pur. 2 Hunde 2 x führen und das in 2 Verbänden.

Da ist man schon gefordert und muss tüchtig die Nerven beisammenhalten. So war Denise freitags mit der Dobermann-Hündin dabei. Am Samstagmorgen führte sie dann ihren Collin vor. Sie hatte das Los Gruppe A und in der Fährte und dort die 25. Fährte gezogen.

Das Fährtengelände war an allen Tage unterschiedlich. Zur Verfügung standen Saat, kurz und länger sowie blanker Acker. Auch am Samstagmorgen lagen die Temperaturen um den Gefrierpunkt. Ansonsten zeigte sich das Wetter in rheinländischer Frohnatur: kalt, aber mit schönstem blauen Himmel und ganz viel Sonne.

Denise war pünktlich an ihrem Fährtenabgang und meldete sich in sportlicher Haltung mit ihrem Hund zur Fährte an.

Sie suchte auf blanken, sehr festen Acker. Leistungsrichter Egon Üffing wünschte ihr viel Erfolg und dann ging es los. Eragon Artur nahm etwas flüchtig den Abgang auf, ging auf den ersten Metern etwas unkonzentriert, fand sich dann aber bald in eine intensive und ruhige Suche ein. Alle Gegenstände wurden von dem Dt. Pinscher sitzend verwiesen. Denise selbst führte sehr korrekt und ruhig vor. Bis zum Eingang vom Halbkreis war alles in bester Ordnung, doch dann merkte man, dass die Konzentration nachließ. Auf dem vorletzten Schenkel, der zielgerichtet Richtung Weg führte, zeigte Eragon Artur eine oberflächige Suchleistung, die über den letzten Winkel weit hinaus aus dem Fährtenverlauf ging. Leider wurde an dieser Stelle die Fährte abgebrochen. Somit gingen der letzte Schenkel sowie Gegenstand voll verlustig, aber mit einem Endergebnis von 71 Punkte und der Wertnote befriedigend hatte Denise, die es erst gar nicht glauben konnte, ihr Ziel doch noch erreicht.

 

Der letzte Meisterschaftstag war sehr frostig und kalt. Eigentlich war für die letzten 14 Fährten blanker Acker vorgesehen. Vorausschauend aufgrund der Minustemperaturen hatte der Ausrichter aber dann noch Fährtengelände mit Saat für den Sonntag organisieren können.

Sonntagmorgen traf man sich wieder im Fährtenstandquartier. Die ersten 6 Fährten wurden ausgelost und wieder startete der Konvoi mit über 40 Fahrzeugen Richtung Fährtengelände.

Obwohl die Temperaturen im Minusbereich lagen, kamen die vorgeführten Hunde mit hohen Ergebnissen aus ihrer Fährte – neben 96, 98, 96 war auch eine 100er Fährte im Ergebnis dabei. Hochachtung vor der Leistung der Hunde.

Denise war heute in der letzten Gruppe B vertreten und zog die Fährtennummer 58 bei der

Verlosung.

Ihr Fährtenansatz war um 12.45 Uhr. Leider zeigte sich ihr Pinscher sehr unkonzentriert und nahm den Fährtenabgang nicht richtig an. So konnte er die Fährte nicht halten am 4. Winkel ging er dann um eine Längenlänge aus der Fährte, so dass hier LR Hubert Olbing die Sucharbeit abbrechen musste.

 

Schade, damit hatte Denise ihr Ziel an diesem Wochenende nicht erreicht.

Vergessen will ich nicht die 12 Fährtenleger, die drei Tage lang ihr bestes gegeben haben. Herzlichen Dank dafür.

 

Beide Leistungsrichter bewerteten an allen 3 Tagen die Leistungen für jeden Einzelnen sehr freundlich, sportlich und fair mit nachvollziehbaren Ergebnissen.

In der Summe fanden sich

                          8 x nicht bestanden – 7 x gut – 10 x sehr gut – 5 x vorzüglich

davon 1 x das Traumergebnis von 2 x 100 Punkten

Mit diesem Ergebnis wurde Michael Tomczak wiederholt VDH Deutscher Meister FH 2016.

Mit der Siegerehrung beendete Frau Bremer die 3tägige Veranstaltung.

 

Denise Kessler mit Dt. Pinscher Eragon Artur vom Lüdertal

Denise Fährte am Samstag, 27.02.2016

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Denise Fährte am Sonntag, 28.02.2016