2. Deutsche Meisterschaft / DJM Obedience des PSK

 

Bericht von Sören Roggenbau

 

 Am 26./27.07.2014 fand die 2. Deutsche Meisterschaft sowie Jugendmeisterschaft Obedience des PSK in Stade statt. Die Wettervorhersage versprach eine „heiße Veranstaltung“ und so kam es dann auch. Es war sehr drückend heiß und die Hunde hatten teilweisen mit den Temperaturen zu kämpfen.

Aber der Reihe nach: Es war bereits die zweite Großveranstaltung nach dem Länderpokal, die 2014 im hohen Norden stattfinden sollte. Die Platzanlage der OG Stade ist auch wie geschaffen für solche Meisterschaften: Platz für Camping und Zelte, großes Vereinsheim, sanitäre Anlagen, eine großzügige Platzanlage und nicht zuletzt: eine Menge engagierte und sportlich orientierte Mitglieder sowohl vom PSK-Verein wie auch vom auf identischem Gelände ansässigen DVG-Verein. Ihnen sei an dieser Stelle großer Dank ausgesprochen.

Die ersten Starter reisten bereits am Donnerstag an und schlugen ihre Zelte auf, parkten die Wohnwagen und besichtigten den Platz. Am Freitag wurde dann alles vorbereitet, die Auslosung fand in einem großen Zelt statt und die Akustik war, dank der Lautsprecher-Leihgabe vom PSK Leistungsrichter Dieter Spinneker, am kompletten Wochenende hervorragend.

Die Auslosung wurde vom Sportbeauftragten des PSK, Herrn Georg Benz, durchgeführt, der auch die gesamte Veranstaltung anwesend war und den PSK-Vorstand repräsentierte. Es haben insgesamt 19 Teams gemeldet, sechs in der Klasse 1, sieben in der Klasse 2 und sechs in der Klasse drei. Erfreulich war, dass darunter sogar drei Starter bei der Deutschen Jugendmeisterschaft angetreten sind. Bemerkenswert war, dass es sich ausschließlich um Hundeführerinnen handelte, die Herren waren nur als Begleiter mitgereist.

Nach der Auslosung wurde noch etwas gefachsimpelt und am Samstagmorgen begann das „freie Training“. Hier wurde zuerst der Platz von der amtierenden Leistungsrichterin Barbara Seckerdieck zusammen mit dem Ringsteward Tanja Gerstlauer vorbereitet. Um es vorweg zu nehmen: Beide machten an diesem Wochenende eine tadellosen Job und trugen wesentlich zur guten Stimmung und tollen Atmosphäre bei.

Am Nachmittag wurde es dann ernst: Es begannen die Gruppenübungen. Hier gab es keinerlei Ausfälle und alle Hunde zeigten, dass es für sie eine Kleinigkeit war. Es war beeindruckend, alle Rassen nebeneinander auf dem Platz zu sehen und weder Klein noch Groß irgendwelche Einschränkungen zeigten.

Damit war der erste Tag auch schon wieder vorbei und es wurde wieder gemütlich. Bei Spanferkel und Musik bis in die späten Abendstunden wurde die 2. DM gebührend gefeiert.

Am nächsten Tag ging es dann früh mit den Einzelbewertungen los. Hier zeigte sich, dass die Temperaturen und die Anspannung der Hundeführer oftmals die Höchstleistungen verhinderten. Dennoch konnten wir einige tolle Vorführungen sehen. Untermalt wurde jede Vorführung von einer eigenen „Einmarschmusik“, die für so manche Auflockerung und so manches Schmunzeln sorgte. Ebenfalls wurde jedes Team kurz vorgestellt, die Erfolge genannt und ein kurzer „Steckbrief“ verlesen.

Am Ende standen dann die Sieger fest. Ein sehr schönes Bild gab das Siegertreppchen der Klasse 1 ab: Auf Platz 1 ein Zwergschnauzer, auf Platz 2 ein Riese und auf Platz 3 ein Zwergpinscher. Damit wird mit einem Bild deutlich, was Obedience ist: Eine Sportart, in der alle Rassen und Größen auf Augenhöhe miteinander konkurrieren können. Bis auf den Affenpinscher und einige Farbschläge waren alle Rassen des PSK vertreten.


Platzierte der Klasse 1


Platzierte der Klasse 2


Platzierte der Klasse 3


 Jugend



 

Als Deutsche Meisterin PSK stand am Ende Alexandra Klein mit ihrem Enzo v. Lindelbrunn fest, Deutsche Jugendmeisterin wurde Lisa Gerstlauer mit ihrer Zwergschnauzerhündin Nancy v. Kolbenweiher.
 

Was bleibt am Ende noch zu sagen bzw. was sind die Wünsche für die Zukunft? Vielleicht, dass sich noch mehr Starter melden und ungeachtet von Anfahrtswegen und Prüfungsängsten diesen Sport im PSK unterstützen? Vielleicht ein paar mehr Zuschauer, die mit Ihrem Interesse den Startern eine Wertschätzung entgegen bringen? Die Reihen am Zaun waren sehr übersichtlich und ich sah nur gerade mal vier Zuschauer aus der ausrichtenden Landesgruppe Nordmark, die keine Mitglieder der OG Stade waren. Es waren mehr Zuschauer vom Boxer-Klub, vom DVG und vom SV anwesend… eine sehr traurige Bilanz.

Trotzdem sollen diese letzten Zeilen keinen negativen Beigeschmack haben: Es war eine tolle DM, es riesigen Spaß gemacht alle Sportler bei uns zu begrüßen, es sind neue Freundschaften entstanden und es wurde viel gelacht, Daumen gedrückt und getröstet. Es war ein tolles Wochenende und wir alle freuen uns auf die 3. Obedience DM des PSK.

Sören Roggenbau

SpB LG Nordmark und OG Stade